In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren

Kinder

Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes ist die Kinderzahl im Bundesgebiet erneut angestiegen. Was Mütter bereits in jungen Jahren bezüglich der Rente bedenken sollten.


 

Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer ist in 2014 auf 1,47 Kinder je Frau angestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) vor Kurzem mitteilte. Dies war der dritte Anstieg in Folge und der bisher höchste im wiedervereinigten Deutschland gemessene Wert.

Im Vergleich zu 2013 wurden 2014 somit 56 Babys pro 1.000 Frauen mehr geboren. Nach früheren Angaben von Destatis stieg die Zahl der Geburten in 2014 somit um rund 33.000 oder 4,8 Prozent auf knapp 715.000 an.

Frauen werden immer später Mütter

Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der ersten Geburt steigt immer weiter an, wie aus dem Destatis-Datenmaterial weiter hervorgeht. In 2014 bekamen Mütter im Durchschnitt ihr erstes Kind mit 29,5 Jahren. Dies waren zwei Monate später als noch 2013. Dementsprechend nahm die Geburtenhäufigkeit bei den Frauen der Jahrgänge 1976 bis 1985 besonders stark zu. Diese Frauen waren 2014 zwischen 29 und 36 Jahre alt. „Ihre bisher aufgeschobenen Kinderwünsche realisieren sie nun verstärkt im höheren gebärfähigen Alter“, stellte das Statistische Bundesamt fest.

Beim zweiten Kind waren die Mütter in 2014 im Durchschnitt 32 Jahre alt (plus ein Monat gegenüber 2013). Beim dritten Kind ergab sich ein wenig veränderter Alterswert von gut 33 Jahren. Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer gibt laut Destatis an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

Dagegen könne die Frage, wie viele Kinder ein Frauenjahrgang im Durchschnitt tatsächlich geboren habe, erst beantwortet werden, wenn die Frauen das (statistische) Ende des gebärfähigen Alters von 49 Jahren erreicht hätten. Frauen des Jahrganges 1965 waren im vergangenen Jahr 49 Jahre alt geworden. Sie haben im Laufe ihres bisherigen Lebens im Durchschnitt 1,55 Kinder zur Welt gebracht.

Wichtige Altersvorsorge für Mütter

Trotz der bei der gesetzlichen Rentenversicherung eingeräumten Kindererziehungszeiten und Mütterrente sollten junge Frauen schon frühzeitig für ihr Alterseinkommen vorsorgen. Denn sowohl das Einkommen als auch die Altersrente ist bei Frauen im Durchschnitt erheblich niedriger als bei Männern. Eine Ursache liegt unter anderem in der Erwerbsbiografie vieler Frauen.

Beispielsweise waren laut Destatis 2012 rund 40 Prozent der Frauen mit minderjährigen Kindern nicht erwerbstätig, bei den Männern dagegen „nur“ 16 Prozent. Die Mehrheit der erwerbstätigen Frauen arbeitete je nach Alter des Kindes in Teilzeit. Bei den Männern lag der Anteil zwischen fünf und sechs Prozent. Nur etwa 20 Prozent der Mütter, die in Teilzeit arbeiten, wechseln nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) später wieder in eine Vollzeitstelle.

Rentenexperten empfehlen daher, dass Frauen so frühzeitig wie möglich für das Alter vorsorgen. Eine Grundvoraussetzung für die Wahl der richtigen Höhe und passenden Form der Altersvorsorge, ist zu wissen, wie hoch die individuelle gesetzliche Rente voraussichtlich sein wird. Hilfe dazu gibt es beim Versicherungsfachmann. Laut GDV ist es besonders wichtig, dass eine zusätzliche Altersvorsorge auch während der Elternzeit und/oder während einer Teilzeitbeschäftigung fortgeführt wird.

Michael Möhler

fairInvest Consulting

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Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Michael Möhler

Seit über 15 Jahren bin ich in der Versicherungsbranche tätig. Als Fachwirt für Finanzdienstleistungen bin ich auch als Versicherungsmakler im digitalen Zeitalter angekommen.
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