Ich bin im Minus – was soll ich tun?

Investment

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Lieber Leser,


ich weiß nicht, wie dein Jahr bisher läuft. Aber an dieser Stelle gehe ich einfach mal davon aus, dass Sie mit der bisherigen Börsenkorrektur nicht zufrieden sind. Vielleicht fragen Sie sich sogar, ob es wirklich die richtige Idee war, das hart verdiente Geld an den Kapitalmärkten anzulegen.


Der Grund ist klar. Schließlich kaufen Sie Aktien/Anleihen für ein ganz anderes Ziel. Das heißt, eine angemessene Rendite für Ihre Investition zu erzielen. Deshalb ist gerade in der Phase, in der wir uns gerade befinden, Vorsicht geboten. Vor allem, damit Sie sicherheitshalber erst gar nicht daran denken, Ihr Portfolio wegzugeben. Schlechte Laune ist ansteckend, genau wie eine Erkältung. Denn der Blick ins Portfolio während einer Börsenkorrektur macht absolut keinen Spaß. Rote Zahlen, wohin das Auge reicht.
"Oh Mann. hätte ich doch bloß nicht investiert!"


Wenn Sie sich in einem solchen Gedankenstrudel wiederfinden, seien Sie zunächst einmal versichert: Sie sind nicht allein. Mein Portfolio sieht im Moment auch nicht besser aus. Dies ist jedoch nicht die erste Krise, die mein Investment-Portfolio erlebt hat und deshalb bin ich ziemlich entspannt. Ich weiß wie sich Märkte in Krisen verhalten und ich weiß auch, dass nach einem Tief irgendwann auch wieder das Hoch kommt.


Solche Marktanpassungen können die wenigsten Menschen rational gegenüber stehen. Die Meisten sind doch eher (leider) emotional. Damit auch Sie in Zukunft du denen gehören, die in einem Bärenmarkt einen kühlen Kopf bewahren können, müssen Sie vielleicht nur Ihre Perspektive auf die aktuelle Situation ändern.


In diesem Artikel soll es darum gehen, Ihnen genau diese andere Sichtweise aufzuzeigen. Auch 2 meiner Kollegen der Honorarfinanz AG, waren deswegen letzte Woche für ein Interview an der Börse in Frankfurt.

Sie möchten keine Achterbahn-Börse?
Dann verabschieden Sie sich von alten Denkmustern und bleiben immer investiert!

Seit Jahren kannte die Börse nur einen Weg – stetig nach oben. Lediglich kurze Konsolidierungen haben den Aufwärts-Trend unterbrochen. Allerdings sehen wir derzeit eine fast toxische Kombination aus Krieg, Inflation und steigenden Zinsen.
Mein Kollege Karsten Matt von der Honorarfinanz AG sagte, viele Anlegerinnen und Anleger seien verunsichert und kehren in alte Denkweisen zurück.

Karsten Matt im Interview mit Börsenmoderator Andreas Franik.

Die Angst war noch nie ein guter Ratgeber.
Regelbasiertes und langfristiges Investieren können Sie lernen.

Aufgrund schnell steigender Zinsen, hoher Inflation, katastrophaler Energiepreise und der damit verbundenen Rezessionsaussichten dominiert derzeit die negative Stimmung an den Aktienmärkten – insbesondere Angst und Panik. Viele Anleger verkaufen aus Angst noch höherer Verluste Ihre Aktien und Anleihen. Und wenige wollen in diesen Zeiten an der Börse investieren.


Gerade uns Deutschen wird allgemein ein gewisser Hang zur Angst zugeschrieben – besser bekannt als „German Angst“. Und so abwegig mag dieser Vorwurf gar nicht sein, denn viele von uns sehen tatsächlich oft eher ein Risiko als eine Chance, zum Beispiel an Börsen. Fundierte Anlagetipps mit Davor Horvat, Honorary Advisor des CEO der Honorarfinanz AG, im Gespräch mit Börsenwirt Andreas Franik

Davor Horvat, Vorstand der Honorarfinanz AG, gibt wertvolle Tipps zur Geldanlage im Gespräch mit Börsenmoderator Andreas Franik

Die richtige Sicht auf den Aktienmarkt

Das Schreckensszenario, das derzeit in der Wirtschaft kursiert, klingt katastrophal. Sie verkaufen sich gut. Aber seien wir ehrlich: Auch wenn der Worst Case kommt, wird es die Zeit danach geben. Und dies spiegelt sich auch an den Aktienmärkten wider.


Als im Jahr 2008 der US-Akienmarkt, gemessen am S&P 500, den Tiefpunkt erreichte, befürchteten einige einen Zusammenbruch des Finanzsystems – bis plötzlich der nächste Aufschwung kam und die Aktien Rekordhöhen erreichten. Anfang 2020 kam die Wirtschaft plötzlich auf unbestimmte Zeit zum Stillstand, einige bereiteten sich auf eine langfristige Selbstversorgung vor. Aber zu Beginn des folgenden Jahres war der S&P 500 wieder höher als je zuvor, und der Crash war vergessen.


Jetzt befinden wir uns möglicherweise erneut in einer Rezession. Für viele Unternehmen ist die Situation schwer zu meistern. Einige werden vom Markt verschwinden. Aber auch dieses Mal wird es ein "Danach" geben. Dies wird die Voraussetzungen für eine Erholung an den Aktienmärkten schaffen. Alles, auch ein Crash, endet irgendwann.


In der folgenden Grafik sehen Sie die historische Performance des S&P 500 seit dem Jahr 1926. Es ist schnell zu erkennen, dass es ständig Perioden gab die stiegen und fielen. Die Bärenmärkte sind mit Abschwüngen von 20% und mehr, gegenüber Indexhochs, definiert. Die Bullenmärkte reichen von einem Tiefpunkt bis zum nächsten neuen Indexhoch reicht.


In dem Diagramm können Sie gut erkennen, dass die Bullenmärkte regelmäßig überdurchschnittlich lang zu den vorangegangenen Bärenmärkten sind. Dennoch ist die Dauer eines Bullenmarktes kein brauchbarer Indikator für die zukünftige Performance.
Natürlich erwarten wir jeden Tag eine positive Rendite, aber leider gibt es keine Möglichekit vorherzusagen, wann die Märkte steigen und wann sie sinken. Doch Anleger, welche Ihre Strategie treu geblieben sind wurden langfristig immer belohnt.

Gesamtrenditen des S&P 500 in USD, Januar 1926-Dezember 2021

Schwellenwert für Kursabschwünge: -20%

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?

Wenn Sie bereit sind, Ihr Aktienportfolio langfristig zu halten, lautet die Antwort "JA". Es ist aktuell kein schlechter Zeitpunkt für den Kauf . Aktuell können Sie sich an Unternehmenswerte Rund 20% günstiger beteiligen, als noch vor einem Jahr.


Auch bei Ihrem Depot gilt, je günstiger Sie Ihr Aktienportfolio ausbauen können, desto besser. Tatsächlich sollte man auf weitere starke Kursrückgänge hoffen. Je niedriger die Bewertung an der Börse ist, desto mehr Aktien des Unternehmens erhalten Sie. Langfristig bietet dieser Abschwung eine rießen Chance an den Aktienmärkten eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.


Denn wenn sich die Aktienkurse im freien Fall befinden, geraten auch die Kurse der stärksten Unternehmen unter Druck. In Zeiten wie diesen solltet ihr zuschlagen.
In Deutschland sehe ich leider oft das Phänomen, dass die Anleger dazu neigen, bei steigenden Preisen, zu kaufen.

"Die Kurse könnten ja weiter steigen."

Fällt hingegen der Kurs, bekommen die Anleger es mit der Angst zu tun und wollen nicht in das fallende Messer greifen. 

"Mein Portfolio ist minimal gefallen. Lieber steige ich jetzt aus, weil die Kurse könnten ja noch weiter sinken."


Und obwohl unsere Kunden in Ihren Erstgesprächen es logisch finden, in fallende Kurse zu investieren, sind die meisten nicht in der Lage, eine rationale gute Entscheidung zu fällen, wenn es darauf ankommt.

Warren E. Buffet

Großinvestor, Unternehmer und CEO

Ich kaufe gern, wenn die Kurse fallen. Und je stärker sie fallen, desto mehr kaufe ich.

Soll ich denn trotz der Krise anlegen?
Nein, gerade deswegen!

Es ist nie einfach, bei fallenden Kursen in Aktien zu investieren. Viele Menschen haben Angst, "vor dem Griff ins Klo". Diese Regel gilt jedoch für einzelne Aktien, nicht für den Aktienmarkt, an dem Tausende von Unternehmen inbegriffen sind. Doch dabei ist es logisch und auch praktisch eine sehr gute Idee in die Märkte zu investieren, wenn die Kurse fallen. Es ist billiger als zuvor. (Sie gehen auch tanken, wenn die Preise gesunken sind)


Besonders bedrohlich klingt das aktuelle Jahrestief der Börse, das besonders schnell fällt und sich schon über des gesamte Jahr streckt. Aber auch hier wird es die Geschichte wieder zeigen. Der nächste Bullenmarkt wir kommen und dann werden alle Anleger belohnt, die jetzt durchhalten und jetzt investieren.


Wenn Sie immer noch Angst haben, können Sie Ihr Geld mit dem folgenden Risikomanagement durch die Krise steuern:

Investieren Sie Ihr Geld in unterjährige Ragen. Zum Beispiel monatlich.

Allerdings ist statistisch gesehen eine höhere Rendite zu erwarten, wenn Sie Ihre gesamte Investition schnell in den Markt investieren.


In der derzeitigen Phase ist diese Strategie jedoch zum Scheitern verurteilt. Denn wenn Sie davon ausgehen, dass Sie 100.000 € an Kapital investieren, haben Sie möglicherweise Pech, genau vor einem großen Einbruch zu kaufen.

Würden Sie das Investment in 5 Kuchenstücke teilen und über 5 Monate jeweils 20.000€ investieren, erhalten Sie für diese Laufzeit einen Durchschnittseinstandskurs. Dass man auch hier theoretisch scheitern kann, steht außer Frage. Doch umso länger ein Zeitraum ist, desto mehr gleichen sich Pech und Glück aus.



Egal wie und wann Sie investieren. Aus unserer Sicht sollten Sie nur dann in börsennotierte Unternehmen investieren, wenn Sie einen ausreichend langen Anlagehorizont haben. Grundsätzlich liegt unsere Erfahrung und Empfehlung bei mind. 10 Jahren. Mehr ist natürlich besser.

Lassen Sie sich nicht vom Weg abbringen

Gerade in volatilen Börsenzeiten ist auf die Medien definitiv Verlass. Meistens werden Sie mit schlechten Nachrichten überhäuft. Allzu oft sind die Berichte so negativ, dass es naheliegt, der Weltuntergang steht kurz bevor.

Aber in der Regel ist dies eine absolute Übertreibung, denn die Medien leben von dieser Polarisierung. Lassen Sie sich davon keine Angst machen und am ehesten nehmen Sie Abstand von der sog. "Gehirnwäsche".

Es ist sicherlich sinnvoller, zu versuchen, abzuschalten und sich auf positiven Dinge zu konzentrieren.

Ich persönlich bin entschlossen, während dieser Börsenkorrektur ruhig zu bleiben und mich nicht von negativen Nachrichten beeinflussen zu lassen. Auch wenn es nicht immer einfach ist, sollte es mir helfen, meinem Motto treu zu bleiben.

Das heißt: Ich würde nicht einmal einen meiner Aktien-ETFs verkaufen, weder während einer Börsenkorrektur noch während eines Crashs.

About the author 

Michael Möhler

Seit 2001 bin ich in der Versicherungsbranche tätig. Als Fachwirt für Finanzdienstleistungen bin ich auch als Versicherungsmakler im digitalen Zeitalter angekommen.
So bin ich dein persönlich wie auch dein digitaler Ansprechpartner für deine Versicherungen und Finanzen.

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