Die wichtigsten Notrufnummern für die Reise

Die wichtigsten Notrufnummern für die Reise

Es gibt Notrufnummern, die man im Handy abspeichern sollte, um unter anderem auch im Urlaub im Falle eines Unfalles, einer Panne oder eines sonstigen Notfalles schnell Hilfe holen zu können.


20.7.2015 (verpd) Ein wichtiger Punkt bei der Reisevorbereitung ist das Abspeichern der wichtigsten Notrufnummern im Handy. Diverse derartige Servicenummern gelten dabei nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit, wie die allgemeine Notrufnummer 112.

Wer sichergehen will, dass ihm im Falle eines Notfalles geholfen wird, sollte grundsätzlich die wichtigsten Notrufnummern im Handy abspeichern. Einige Notrufnummern gelten sogar europaweit, sodass diese insbesondere auf Reisen wertvolle Dienste leisten können.

Eine Nummer, um Polizei, Notarzt und/oder Feuerwehr anzufordern

Die wichtigste Notrufnummer, die sowohl vom Handy als auch aus dem Festnetz funktioniert und kostenfrei erreichbar ist, ist die 112. Sie gilt in Deutschland und in allen anderen EU-Länder einheitlich. Oftmals werden die Hilfen hier in mehreren Sprachen angeboten. Die 112 kann in allen Situationen, in denen ein Notarzt, die Feuerwehr oder auch die Polizei dringend benötigt werden, angerufen werden.

Die Polizei ist in Notfällen in Deutschland zudem unter der Notrufnummer 110 zu erreichen. Wer zu Hause dringend ärztliche Hilfe benötigt, kann sich an die einheitliche Rufnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wenden. So können niedergelassene Ärzte, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten ambulant behandeln, also auch nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen gerufen werden.

Bei lebensbedrohlichen Situationen sollte grundsätzlich jedoch die 112 angerufen werden. Das gilt beispielsweise, wenn der Verdacht besteht, dass jemand einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten hat, sowie bei Atmungsstörungen, erheblichen Verletzungen, Vergiftungen, Stromunfällen, schweren Brandverletzungen und/oder schweren Schmerzzuständen.

Wenn Kreditkarte und/oder Ausweis gestohlen wurde

Wird einem die Geld- beziehungsweise Kreditkarte gestohlen oder hat man sie verloren, sollte man so schnell wie möglich handeln, damit kein anderer Zugang zum Konto bekommt. Auch wer einen neuen Personalausweis mit elektronischer Identitätsfunktion verloren hat oder dieser geklaut wurde, sollte diesen schnell sperren lassen, um einem Missbrauch vorzubeugen.

Mit der in Deutschland gebührenfreien Sperrnotrufnummer 116 116 und aus dem Ausland mit den gebührenpflichtigen Telefonnummern +49 116 116 und +49 30 4050 4050 ist die Sperrung vieler Geld- beziehungsweise Kreditkarten sowie eines neuen Personalausweises möglich. Institute, die nicht an den Sperrnotruf angeschlossen sind, haben eigene Notrufnummern, wie zum Beispiel die Postbank (Notrufnummer 0228 5500 5500). Diese sind beim jeweiligen Institut zu erfragen. Eine Liste aller Karten, die mit der 116 116 gesperrt werden können, steht unter www.sperr-notruf.de.

Auch eine gestohlene oder abhandengekommene Mobilfunkkarte (SIM-Karte) sollte man umgehend sperren lassen, um einen Missbrauch der Karte durch Dritte zu vermeiden. Je nach Anbieter gibt es auch hier Sperrnummern für das In- und Ausland, die direkt beim jeweiligen Mobilfunk-Vertragspartner erfragt werden können.

Nach einem Unfall oder bei einer Panne

Um nach einem Unfall oder einer Panne beispielsweise einen Pannendienst, einen Abschleppwagen oder ein Ersatzfahrzeug zu organisieren, hilft eine einheitliche Notfallnummer der Kfz-Versicherer weiter. Die Handy-Notrufnummer 0800 668 366 3 – oder als Buchstabenwahl 0800 NOTFON D – ist eine Art mobile Notrufsäule für jeden Kfz-Fahrer. Diese Servicenummer ist gebührenfrei und rund um die Uhr erreichbar. Eine Pannenhilfe kann auch mit einem mobilen Endgerät wie einem Smartphone per kostenloser App angefordert werden.

Für das iPhone oder andere Geräte der Marke Apple ist die App Pakoo im Appstore kostenlos herunterladbar. Für Handys und Smartphones, die das Android-Betriebssystem unterstützen, kann die App „Pannenhilfe“ im Android Marketebenfalls kostenlos heruntergeladen werden. Tipp: Die Kosten für eine Pannenhilfe und/oder einen Abschleppwagen können je nach Vertragsvereinbarung durch einen Schutzbrief, der meist optional in der Kfz-Versicherung mitversichert werden kann, übernommen werden.

Hilfe bei einem Unfall im Ausland oder wenn das gegnerische Auto nicht in Deutschland zugelassen ist, bietet der von der GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG betriebene Zentralruf der Autoversicherer. Unter der Telefonnummer 0800 250 2600 für Inlands- und unter +49 40 300 330 300 für Auslandsanrufe kann die zuständige Kfz-Versicherung eines in- oder ausländischen Unfallverursachers für die Schadenabwicklung erfragt werden. Anfragen zur gegnerischen Versicherung sind auch über ein online abrufbares Formular möglich.

Spezielle Notrufnummern für Reisende

Wer im Ausland in eine Notsituation gerät, beispielsweise wenn einem der Pass und/oder das Geld gestohlen wird oder wenn man Opfer eines Verbrechens wurde, kann sich an die deutsche Auslandsvertretung wenden. Die jeweilige Adresse und Telefonnummer der im Ausland vorhandenen Vertretungen sind auf der Website des Auswärtigen Amtes zu finden. Für dringende Notfälle hat das Auswärtige Amt die 24-Stunden-Hotline +49 30 18170.

Wichtig für Eltern, die mit ihren Kindern auf Reisen gehen, ist die Notrufnummer 116 000 für vermisste Kinder. Hier können Eltern anrufen, deren Kind plötzlich verschwunden ist. Die Nummer kann aber auch von Kindern gewählt werden, die sich verlaufen haben. Die Notrufnummer ist kostenlos rund um die Uhr zu erreichen, und kann auch innerhalb der EU mit Ausnahme von Finnland angerufen werden.

Urlauber, die Versicherungspolicen speziell für Reisen, wie eine private Auslandsreisekranken- und/oder eine Reiseabbruch-Versicherung abgeschlossen haben, sollten auch die vom jeweiligen Versicherer für Notfälle mitgeteilten Servicenummern im Handy abspeichern. In der Regel sind die Servicemitarbeiter hier rund um die Uhr erreichbar, um den Versicherten im Ernstfall schnell zu helfen.

Sonnige Grüße

Ihr fairInvest.-Team

FotoHiero / pixelio.de

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Michael Möhler

Seit über 15 Jahren bin ich in der Versicherungsbranche tätig. Als Fachwirt für Finanzdienstleistungen bin ich auch als Versicherungsmakler im digitalen Zeitalter angekommen. Als Versicherungsmakler 2.0 bin ich persönlich wie auch Ihr digitaler Ansprechpartner rund um Ihre Versicherungen und Finanzen.

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