Blitz- und Überspannungsschäden werden immer teurer

Blitz- und Überspannungsschäden werden immer teurer

Sowohl die Anzahl an Blitz- und Überspannungsschäden als auch die Schadenhöhe sind nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) deutlich angestiegen.


 

3.8.2015 (verpd) Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) vor Kurzem mitteilte, gab es nach Angaben der Hausrat- und Wohngebäude-Versicherer 2014 deutlich mehr Blitz- und Überspannungsschäden als noch im Vorjahr. Noch viel höher war jedoch der Anstieg der Versicherungsleistungen, die von den Versicherern an ihre Kunden aufgrund derartiger Schäden ausbezahlt wurden. Die Daten zeigen zudem, dass in Deutschland die Gefahr für Blitz- und Überspannungsschäden regional höchst unterschiedlich ausgeprägt ist.

Die deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer haben 2014 nach vorläufigen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für rund 410.000 Schäden durch Blitzschlag und Überspannung rund 340 Millionen Euro an Versicherungsleistungen an ihre Kunden ausgezahlt. Insgesamt gab es somit 70.000 Schäden mehr, das ist ein Plus von rund einem Fünftel, als im Vorjahr. Dennoch liegt die Schadenzahl in etwa ein Viertel und damit weit unter dem Höchstwert von 550.000 Schäden im Jahr 2006.

Die Leistungszahlungen befinden sich hingegen nur knapp unter dem Höchstwert, der im Betrachtungszeitraum ab 2006 im Jahre 2008 bei 350 Millionen Euro lag. Konkret wurden 2014 90 Millionen Euro beziehungsweise gut ein Drittel mehr an Versicherungsleistungen für Blitz- und Überspannungsschäden bezahlt als im Vorjahr.

Schadendurchschnitt hat sich deutlich erhöht

Daraus errechnet sich für 2014 ein deutlich höherer Schadendurchschnitt von 830 Euro im Vergleich zum Vorjahr mit 750 Euro und auch zu allen anderen Jahren im Betrachtungszeitraum. Von 2013 auf 2014 hat die durchschnittliche Schadenhöhe damit um rund 80 Euro beziehungsweise um plus zehn Prozent zugenommen. In Relation zu 2006, hier lag der Schadensdurchschnitt bei 620 Euro, beträgt das Plus sogar über 200 Euro beziehungsweise mehr als ein Drittel.

Diesen Anstieg führt der GDV unter anderem darauf zurück, „dass in den Haushalten mehr und hochwertigere elektronische Geräte stehen, die bei einem Überspannungsschaden beschädigt werden“, so eine Verbandssprecherin.

In der Wohngebäudeversicherung könne darüber hinaus die zunehmende Hausautomatisierung und die damit gewachsene technische Ausstattung der Häuser eine Rolle spielen, die bei einem Blitzeinschlag beschädigt werden kann.

Ausreichend absichern

Diese Fakten verdeutlichen, wie wichtig ein ausreichender Versicherungsschutz gegen Blitz- und Überspannungsschäden ist. In der Hausrat- und Gebäudeversicherung sind Blitzschäden in nahezu allen Policen mitversichert. Dagegen sind reine Überspannungsschäden oftmals nur versichert, wenn dies ausdrücklich im jeweiligen Versicherungsvertrag – teils gegen Aufpreis – mit eingeschlossen wurde.

Zudem gilt es regelmäßig zu prüfen, ob die vereinbarte Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Versicherungswert entspricht. Denn neue Anschaffungen oder der Ersatz bestehender elektrischer Anlagen durch höherwertige Geräte erhöhen auch den Versicherungswert.

Ist der Versicherungswert jedoch höher als die Versicherungssumme, kommt es zu einer sogenannten Unterversicherung, das heißt, es besteht nur noch ein anteiliger Schadenersatzanspruch. Ist die Gesamt-Versicherungssumme 20 Prozent geringer als der Gesamtwert, kann die Schadensleistung um 20 Prozent der tatsächlichen Schadenssumme gekürzt werden.

Mit sonnigen Grüßen
Ihr fairInvest-Team

Gallus Tannheimer / pixelio.de

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Michael Möhler

Seit über 15 Jahren bin ich in der Versicherungsbranche tätig. Als Fachwirt für Finanzdienstleistungen bin ich auch als Versicherungsmakler im digitalen Zeitalter angekommen. Als Versicherungsmakler 2.0 bin ich persönlich wie auch Ihr digitaler Ansprechpartner rund um Ihre Versicherungen und Finanzen.

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